Am 1. Juni 2019 traf sich eine große Gruppe Enddreißiger auf dem Platz vor dem Haupteingang. Nach zwei langen Jahrzehnten hatten sie sich vorgenommen, die Schule zu besuchen, an der sie so viele Jahre ihres Lebens verbracht hatten.

 

Das Wiedersehen der damaligen Jahrgangskollegen und Klassenkameraden war schön, die Freude war den Teilnehmern im Gesicht abzulesen. Nicht immer war das Wiedererkennen einfach; das Leben hatte ein paar leichte Spuren hinterlassen. Einige dieser Spuren waren Kinder, die sich munter in die Gruppe mischten...

 

Pünktlich ging es zur Schulführung. Die Ehemaligen wollten am liebsten alles sehen. Besonders beliebt waren die Turnhallen, wo eifrig geschnuppert wurde und so Erinnerungen hochkamen, Raum 312, wo eine Klasse den bis heute existierenden Holzfußboden zu Gesicht bekam, ein ca. 2002 übermaltes Wandbild aber sehr vermisste, und der Chemieraum 513, wo erneut zu bemerken war, dass Erinnerungen häufig olfaktorischer Natur sind.

 

Ein besonderes Interesse galt den Lehrkräften aus der damaligen Zeit, von denen nur noch wenige an der Schule sind. Ein Thema waren Lehrkräfte, die seither verstorben sind. Man spürte bei den Ehemaligen noch eine Verbundenheit mit ihnen.

 

Auch das Archiv wurde besucht und ein paar Dokumente aus der Schulzeit der Ehemaligen gesichtet. So dauerte die Führung statt der geplanten Stunde doppelt so lange. Es hat sich aber niemand beschwert, dass er länger als geplant in der Schule bleiben musste – eine deutliche Veränderung zum üblichen Schülerverhalten.

 

Und nun? Vielleicht sieht man sich bei der Feier des Schuljubiläums im Juli 2020 wieder. Bis dann!

 

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Text und Foto: Sg