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Die Wahrheit - Bildung in Afrika (17.10.2017)

Heutzutage ist eine Chance auf Bildung normal. Ziemlich jedes deutsche Kind besucht eine Schule. Doch wie sieht es in anderen Ländern aus?

In vielen Ländern ist, was für viele deutsche Kinder als Qual angesehen wird, ein Luxus, den nicht jeder besitzt. Bildung ist eines der größten Probleme der Welt und wir möchten euch dieses Thema näher erklären.

Erst einmal, was kann man tun, um in armen Ländern, die ein solches Problem mit Bildung haben, zu helfen? Eine Alternative ist es, Spenden zu sammeln. Dies haben wir im letzten Jahr an unserer Schule mit dem Projekt „Wasser für Kenia“ unterstützt. Eine weitere Art zu helfen ist es, solche Länder aus nächster Nähe zu unterstützen.

Auch an unserer Schule gibt es einige Lehrer, die ein Leben in solchen armen Ländern geführt haben, dazu gehört auch unsere pädagogische Mitarbeiterin Frau Krebs.Sie hat sich die Zeit genommen, um uns einige Fragen zu beantworten.

Frau Krebs besucht seit 1996 regelmäßig das Armen-Viertel „Township Khayelitsha“, das in Kapstadt (Südafrika) liegt. Dort arbeitete sie während ihrer Diplomarbeit an einem Konzept für eine Vorschule, die sowohl von schwer Kranken als auch Waisen- und normal aufwachsenden Kindern besucht wird. Die Diplomarbeit behandelte, was Kinder in ihrer Entwicklung benötigten. Noch heute besucht sie das Armen-Viertel, um gemeinnützige Arbeit zu leisten und Spenden zu sammeln.

 

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Frau Krebs in jungen Jahren mit einer Gruppe Schüler.

 

Als sie die Vorschule im Jahr 2000 besuchte, waren es 18 Kinder in einer Klasse. 16 Jahre später waren es bereits 180 Schüler.

Aber nicht nur in dieser Schule ist eine enorme Zahl von Kindern vorhanden. In anderen überfüllten Klassen sind ungefähr 80-90 Schüler. Einige dieser Kinder müssen dafür einen langen Schulweg auf sich nehmen, aber nicht mit dem Bus, sondern zu Fuß. Sie müssen manchmal mehrere Stunden laufen, nur um in schlecht ausgestatteten, viel zu kleinen Schulräumen zu lernen.

 

1908 probierte man bereits, das komplette afrikanische Schulsystem zu erneuern, um vielen weiteren Kindern die Chance auf eine angemessene Bildung zu geben, jedoch funktionierte dies nicht und noch heute leiden 30.000.000 Kinder daran, keine Chance auf Bildung zu bekommen. Um diese Zahl zu verkleinern, werden mehr als 1.000.000 Lehrkräfte benötigt, um private als auch staatliche Schulen zu vergrößern, als auch neue zu bauen.

 

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Frau Krebs vor einer Vorschule, der sie geholfen hat.

 

 

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Das Bild zeigt eine afrikanische Klasse, die eindeutig überfüllt ist.

 

 

Viele Afrikaner sind Analphabeten, was bedeutet, dass sie nicht lesen oder schreiben können. In vielen afrikanische Staaten sind um die 70% der über 14-jährigen Analphabeten, in Deutschland sind es nur etwa 0,7%.

Analphabetismus in Afrika:

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Schulsystem in Afrika:

  1. Primary School (Grundschule): 6 Jahre
  2. Junior Secondary School (weiterführende Schule): 3 Jahre → Basic Education Certificate Examination
  3. Senior Secondary School (Vorbereitung auf die Universität): 2 Jahre
  4. Höheres Bildungswesen (Universitäten, Fachhochschulen)

 

Quellen:

https://www.rainbowgardenvillage.com/magazin/bildung-in-afrika

https://www.welt-in-zahlen.de/laendervergleich.phtml

von Celina-M. R. und Clara I. H.