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Chemie – Das Fach wo es nicht nur stinkt und kracht

Chemie ist bekanntlich die wichtigste Wissenschaft, denn was wäre eine Welt ohne Stoffe und wie langweilig wäre es, wenn sie sich nicht ab und zu mal verändern würden.

Im Ernst, im Chemie-Unterricht lernt man, warum sich die Stoffe so verhalten wie man es kennt, warum zum Beispiel Wasser nicht spontan verdunstet und leere Ozeane und Apfelsaftgläser hinterlässt und warum es keinen Sauerstoff regnet, sondern... Dazu muss man natürlich in jeder Chemie-Stunde genau hinhören und mitmachen und ab und zu mal eine neugierige Frage stellen, dann ist der Erkenntnisgewinn groß. Wohlgemerkt, die genannten Geheimnisse werden im ganz normalen Chemie-Unterricht geklärt, von Lehrkräften, die so manches Reagenzglas gefüllt haben, die aktuellen Lehrpläne gut kennen und viel Spaß daran haben, ihre Erkenntnisse weiterzureichen.

Der Chemie-Unterricht beginnt in Klasse 5 und wird dann für alle bis zur 10. Klasse fortgesetzt (in der Klasse mit bilingualem Unterricht sogar ein halbes Jahr auf Englisch). Danach besteht die Möglichkeit, auf grundlegendem oder erhöhtem Niveau weitere Geheimnisse der Chemie zu ergründen, eventuell sogar als Prüfungsfach im Abitur. Der Unterricht findet in drei gut ausgestatteten Unterrichtsräumen im naturwissenschaftlichen Trakt statt.

Für besonders chemiebegeisterte Schülerinnen und Schüler bieten wir ab der 8. Klasse Kurse im Wahlpflichtbereich an, zum Beispiel „Alltagschemie“ und „Wasser in Wolfsburg“, wo auch die nähere Umgebung erkundet wird. Das absolute Highlight sind die spektakulären Chemie-Shows, die im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft vorbereitet werden und im Phæno-Wissenschaftstheater von den Teilnehmern vor einem großen Publikum präsentiert werden.

Sg

 


 

Unterricht im Fach Chemie

1. Unterricht in der Sekundarstufe I

Stundenzahl (laut Stundentafel 2 nach G 9 mit Profilunterricht)

Jahrgang

Anzahl Schulpflichtstunden

Unterricht

5

jeweils eine Stunde im Schuljahr

(2 pro Halbjahr

bei epochalem Unterricht)

epochal

6

epochal

7

epochal

8

epochal

9

epochal

10

2 Stunden

ganzjährig

 

 

2. Übersicht über die Inhalte in den einzelnen Jahrgängen

Die Reihenfolge der Themen ergibt sich aus dem Prinzip: von der Stoffebene zur Teilchenebene.

 

Klasse 5:

Experimentieren! Aber wie?!

Laborführerschein

Stoffe und deren Eigenschaften

Klasse 6:

Teilchen in der Chemie

Mischen und Trennen - Stoffgemischen in allen Bereichen

Klasse 7:

Einführung Gasbrenner und Brennerführerschein,

Unterscheidung von Metallen, Nichtmetallen (Dichte, Siedetemperatur mit Messwertdarstellung, Nachweisreaktionen von Kohlenstoffdioxid, Wasserstoff, Sauerstoff)

Einführung chemischer Reaktionen (Veränderung der Stoffeigenschaften, Energieumsatz, Neuordnung der Atome; Unterscheidung in Element und Verbindung)

Einführung Energieumsatz bei chemischen Reaktionen

Klasse 8:

Erweiterung der chemischen Reaktionen (Energieumsatz und Einfluss von Katalysatoren, Sauerstoffübertragungsreaktionen als Redoxreaktionen)

Metalle und Metallgewinnung

Formelsprache und Erstellen von Reaktionsgleichungen

chemische Mathematik (Atomanzahlverhältnis, Gesetz von der Erhaltung der Masse)

Klasse 9:

Elementfamilien (Alkali-, Erdalkalimetalle, Halogene);

Atombau und Atommodelle; Aufbau des Periodensystems;

Gase und deren Eigenschaften, Teilchenzahl und Stoffmenge

Klasse 10:

vom Atom zum Ion; Energetische Betrachtungen der Ionen;

Salze und deren Eigenschaften (Struktur und Teilchenebene, Elektrolyse);

Besonderheiten von Wasser (Struktur-Eigenschaftsprinzipen),

Elektronenpaarbindungen, EPA-Modell;

saure und basische Stoffe („Alltäglichkeiten“; charakteristische Eigenschaften und Reaktionen)

Säure-Base-Reaktion nach Brönstedt;

Neutralisationsreaktion, Titration und Konzentrationsberechnungen

 

3. Lehrwerke

Elemente Chemie 5/6               Klett-Verlag 2015;        ISBN: 978-3-12-756331-3

Elemente Chemie 7/8               Klett-Verlag 2016;        ISBN: 978-3-12-756332-0

Elemente Chemie 9/10             Klett-Verlag 2017;        ISBN: 978-3-12-756333-7

 

 

Unterricht in der Sekundarstufe II

1. Klasse 11 Einführungsphase (nach G9 ab Schuljahr 2018/19) (zweistündig für ein Schuljahr)

Unterrichtsinhalte:

Themenschwerpunkt Organische Chemie

  • Erdöl - Erdgas - Biogas (Entstehung, Verarbeitung, Zusammensetzung)
  • Alkane und ihre Eigenschaften (u.a. Gaschromatografie)
  • Alkohole und ihre Eigenschaften (Bioethanol, Wirkungen im Körper)
  • von Alkanen über Alkohole zu Alkansäuren (Oxidationsprodukte von Alkanen; Alltagsprodukte wie Nagellackentferner und Essigsäure)

Anzahl und Dauer der Klausuren:  pro Halbjahr wird eine Klausur über 90 Minuten geschrieben (Angaben sind vorläufig)

Lehrwerk:  derzeit noch nicht eingeführt

 

2. Klasse 11 und 12 Qualifikationsphase (nach G8 gültig bis Schuljahr 2018/19)

1. Semester: Erdöl: vom Rohstoff zum Syntheseprodukt

  • Fossile Brennstoffe
  • Gaschromatografie
  • Einfache organische Verbindungen
  • Reaktionsmechanismen organischer Verbindungen
  • Organische Verbindungen mit Sauerstoffatomen
  • Aromatische Verbindungen
  1. Semester: Energetik und Kinetik – Hinführung zum chemischen Gleichgewicht
  • Energetik - Energie bei chemischen Reaktionen
  • Kinetik – Geschwindigkeit chemischer Reaktionen
  • Chemisches Gleichgewicht – eine Hinführung
  1. Semester: Anwendungen MWG (Säure-Base-Reaktionen) und Elektrochemie
  • Anwendung des MWG (Protolysereaktionen in Alltag und Technik)
  • Elektrochemie in Alltag und Technik
  1. Semester: Organische Makromoleküle
  • Kunststoffe im Alltag
  • Bausteine des Lebens

 

3. Lehrwerk in der Sek. II

Elemente Chemie 11/12            Klett-Verlag 2014         ISBN  978-3-12-756123-4 

 


 

Leistungsbewertung im Fach Chemie

Die Leistungsbewertung im Fach Chemie am Theodor-Heuss-Gymnasium Wolfsburg beruht auf den Vorgaben des niedersächsischen Schulgesetzes und den Kerncurricula für die Sekundarstufe I und II. Danach soll die Leistungsbewertung über den Stand des Lernprozesses der Schülerinnen und Schüler Aufschluss geben und Grundlage für den weiteren Unterricht sein.

 

1. Schriftliche Leistungen

Sekundarstufe I

  • pro Halbjahr wird eine Klassenarbeit geschrieben (Dauer im Jahrgang 5-9 jeweils45 Minuten; Jahrgang 10 jeweils 60 Minuten).

Die Aufgabenstellungen in den Klassenarbeiten richten sich grundsätzlich nach den vorgegebenen Operatoren, die auch in den niedersächsischen Abituraufgaben verwendet werden.

Äußere Form:

  • Benutzung von kariertem Papier.
  • Einhaltung eines (immer rechts liegenden) Rands von mindestens 4 cm
  • Anfertigung von ausreichend großen Skizzen mit Bleistift und Lineal/Geodreieck, Beschriftung der Skizze (evtl. mit Legende)
  • Text in schwarzer oder blauer Farbe schreiben
  • Beachtung der Rechtschreibung

Die Leistungsbewertung bei Klassenarbeiten erfolgt grundsätzlich mittels eines Punktesystems, weil sich dadurch Teilleistungen transparent erkennen lassen und das Gewicht einzelner Fehler durchschaubar wird.

Für jede Teilaufgabe wird der erreichbaren Punkteanzahl die erreichte Punkteanzahl gegenübergestellt.

Die Benotung der Klassenarbeiten richtet sich grundsätzlich nach folgendem Schema (geringfügige Abweichungen davon sind aber möglich):

Bewertungsmaßstab: Prozentgrenzen für Klassenarbeitsnoten:

100 – 90 %          Note 1

  89 – 75 %          Note 2

  74 – 60 %          Note 3

  59 – 45 %          Note 4

  44 – 25 %          Note 5

  24 –   0 %          Note 6

 

Sekundarstufe II

Die Anzahl der Klausuren sind den folgenden Tabellen zu entnehmen:

Jahrgänge 11 & 12 nach G8:

Halbjahre

11 (Q1)

12-1 (Q2-1)

12-2 (Q2-2)

erhöhtes Niveau (eA / LK)

3 Klausuren (KA):

1. KA: 90 min

2. KA: 140 min (inkl. Experiment)

3. KA: 200 min (inkl. Exp.)

1 Klausur:

unter Abiturbedingungen

320 min (2 Vorschläge zur Auswahl, 1x inkl. Exp.)

1 Klausur: 90 min

(Exp. freigestellt)

grundlegendes Niveau

(gA / GK)

 Prüflinge P4/P5

3 Klausuren (KA):

1. KA: 90 min

2. KA: 90 min

3. KA: 140 min (nur P4)

1 Klausur:

unter Abiturbedingungen 220 min (P4)

bzw. 1 KA 90 min (P5)

1 Klausur: 90 min

GK Nicht-Prüflinge

2 Klausuren alle 90 min

1 Klausur: 90 min

1 Klausur: 90 min

Die Aufgabenstellungen in den Klausuren richten sich grundsätzlich nach den vorgegebenen Operatoren, die auch in den niedersächsischen Abituraufgaben verwendet werden.

Äußere Form:

  • Benutzung von kariertem Papier.
  • Einhaltung eines (immer rechts liegenden) Rands von mindestens 4 cm
  • Anfertigung von ausreichend großen Skizzen mit Bleistift und Lineal/Geodreieck, Beschriftung der Skizze (evtl. mit Legende)
  • Text in schwarzer oder blauer Farbe schreiben
  • Einfügen von Seitenzahlen
  • Beachtung der Rechtschreibung (Abzüge bei Formfehlern bei Klausuren wg. groben Verstößen der sprachlichen Richtigkeit bis zu 2 Notenpunkten)

Die Leistungsbewertung bei Klausuren erfolgt grundsätzlich mittels eines Punktesystems, weil sich dadurch Teilleistungen transparent erkennen lassen und das Gewicht einzelner Fehler durchschaubar wird.

Für jede Teilaufgabe wird der erreichbaren Punkteanzahl die erreichte Punkteanzahl gegenübergestellt.

Die Benotung der Klausuren richtet sich nach folgendem Schema (geringfügige Abweichungen davon sind aber möglich):

Bewertungsmaßstab: Prozentgrenzen für Klausurnotenpunkte (Stand: Feb. 2017):

p 2017 04 leistph7

 

2. Unterrichtsmitarbeit

Die Mitarbeitsnote setzt sich aus verschiedenen Einzelleistungen im Unterricht zusammen. Hierzu können u.a. gehören:

  • Mitarbeit in Erarbeitungs- und Übungsphasen (z. B. in Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit)
  • Mitarbeit bei Experimenten, Fertigkeiten beim Experimentieren
  • Auswertung von Experimenten und Anfertigung von Protokollen
  • Mitarbeit im Unterrichtsgespräch
  • Anfertigung von Hausaufgaben
  • Mappenführung (insbesondere in den Jahrgängen 5 bis 8)
  • Unterrichtsdokumentation (z. B. Protokolle, Tafelbilder)
  • Schülerpräsentationen, auch von Hausaufgaben
  • mündliche und schriftliche Lernzielkontrollen (max. 30 Min.)
  • Referate
  • Mitarbeit im Rahmen von Exkursionen/außerschulischen Lernorten
  • zusätzliche fachspezifische Leistungen

(aus der Reihenfolge der Aspekte lässt sich keine Gewichtung ableiten)

Den Hauptanteil der zu bewertenden Leistung bilden kontinuierliche mündliche Beiträge im Unterricht. Mit geringerer Gewichtung gehen das Experimentierverhalten, schriftliche Übungen, mündliche Stundenzusammenfassungen, Referate, Präsentationen der Hausaufgaben an der Tafel und die Mappenführung in die Bewertung ein. Dabei müssen nicht alle Leistungsbereiche in jedem Schulhalbjahr abgedeckt werden.

Beurteilungskriterien sind hierbei u. a.:

  • sachgerechtes Diskutieren und Argumentieren
  • Klarheit der Gedankenführung
  • angemessene Fachsprache
  • fachliche Richtigkeit und Vollständigkeit
  • Grad der Selbständigkeit und Komplexität
  • erfolgreiches Experimentieren

Mit vorwiegend reproduktiven Leistungen kann die Note „ausreichend“ (4) erreicht werden.

Bessere Notenstufen setzen eine Erhöhung des Grades an Selbständigkeit und Komplexität sowie der Transferleistungen voraus.

Die Mitarbeitsnoten werden zweimal pro Halbjahr von den Fachlehrkräften mit den Schülerinnen und Schülern besprochen. Die Termine zur „Besprechung des Leistungsstandes“ können dem Schuljahresplan frühzeitig entnommen werden.

3. Zeugnisnote

Sekundarstufe I

Bei der Ermittlung der Zeugnisnote überwiegt der Anteil der Unterrichtsmitarbeit (siehe 2.) gegenüber den schriftlichen Leistungen (siehe 1.), die Anteile entsprechen in den Jahrgängen 5 bis 9 (epochaler Unterricht) in etwa 2:1 und in Jahrgang 10 (ganzjährig) in etwa 60% zu 40%.

Sekundarstufe II

Die Zeugnisnote setzt sich zu gleichen Teilen aus den schriftlichen Leistungen (siehe 1.) und aus der Unterrichtsmitarbeit (siehe 2.) zusammen.

Allgemein gilt bei der Ermittlung einer Zeugnisnote aber, dass es sich hierbei um eine pädagogische Note handelt, die nicht exakt zu berechnen ist.