Wahlpflichtbereich / Kursunterricht


Was versteht man unter „Wahlpflichtunterricht“?
Der Wahlpflichtbereich ist am Gymnasium in den Klassen 8 bis 10 angesiedelt und umfasst insgesamt 11 Wochenstunden. Sie werden auf diese drei Jahre verteilt. Wir entwickeln für diese Klassen ein Kursangebot, aus dem sich Schülerinnen und Schüler das auswählen, was sie besonders interessiert. Die Wahl ist für ein Jahr bindend. Das Angebot ist so vielfältig, dass mit Sicherheit jede und jeder etwas für sich findet.

 

p 2016 08 wpk1


In den Wahlpflichtkursen sollen die jeweiligen fachspezifischen Vorgehensweisen in besonderem Maß vermittelt werden. Durch genaue Planung wird gewährleistet, dass keine Inhalte zukünftigen Unterrichts vorweggenommen werden; stattdessen werden Kenntnisse und Fähigkeiten an anderen Themen trainiert.

 

p 2016 08 wpk2


Wahlpflichtunterricht bietet die Möglichkeit der Wahl eigener Schwerpunkte, ist dann aber Pflichtunterricht, das heißt, die Teilnahme ist verpflichtend, die Leistungen werden (wie in anderen Fächern) bewertet und die Zensur ist versetzungsrelevant.

 

p 2016 08 wpk3

 

Was wollen wir mit dem Wahlpflichtunterricht erreichen?
Der Wahlpflichtunterricht ist nicht durch Stoffpläne eingeengt. Mehr als im herkömmlichen Unterricht soll mit den Methoden der beteiligten Fächer gemeinsam geforscht, erkundet, befragt werden. Ergebnisse werden in Ruhe ausgewertet, dokumentiert und veröffentlicht.

Wir wollen den Wahlpflichtunterricht anwendungsbezogen, handlungs- und produktorientiert gestalten und so mehr als bisher selbstständiges Lernen fördern und fordern. Wir hoffen, dass Schülerinnen und Schüler dabei noch mehr als bisher lernen, Verantwortung für Lernziel und Lernweg zu übernehmen, im Team zu arbeiten und über Fragestellungen und gefundene Ergebnisse zu sprechen.

Wahlpflichtunterricht soll auch die Gelegenheit schaffen, Inhalte von verschiedenen Fächern aus zu betrachten.
Deshalb werden wir immer mehr auch fächerübergreifende Angebote entwickeln.

 

p 2016 08 wpk4

 

Wahlpflichtunterricht bringt als Vorteile mit sich:

  • Die Gruppen im Schwerpunktunterricht haben nur eine Größe von etwa 16 Schülerinnen und Schülern, ermöglichen durch diese kleine Zahl also ganz anderen Unterricht.
  • Schülerinnen und Schüler werden zusätzlich gefördert.
  • Sie können in einem gewissen Rahmen Schwerpunkte in Gebieten setzen, die sie besonders interessieren.
  • Sie können sich in ihren Interessengebieten erproben. Das Spektrum reicht von Italienisch, Szenischem Darstellen bis Fallschirmspringen.
  • Es können Inhalte bearbeitet werden, die in den Rahmenrichtlinien nicht vorgesehen sind.
  • Es können Inhalte bearbeitet werden, die in den Rahmenrichtlinien nicht vorgesehen sind.
  • Methodische - z.B. experimentelle - Fähigkeiten werden besonders gefördert.
  • Moderne Techniken werden zur Informationsbeschaffung und zur Auswertung, Darstellung und Präsentation von Ergebnissen eingesetzt.
  • Selbstständigkeit, Kreativität und Eigeninitiative stehen im Vordergrund.
  • Fachübergreifende Aspekte werden verstärkt berücksichtigt.
  • Die Schule öffnet sich zu anderen Institutionen.

 

Bereits jetzt leisten wir letzteres in Projekten, indem wir unseren Unterricht außerordentlich erfolgreich in Zusammenarbeit mit externen Partnern gestalten. Besonders enger Kontakt besteht zu der VW-Coaching,
dem phaeno, der Naturerkundungstation (NEST), der Geschichtswerkstatt und dem Kunstmuseum.

 

p 2016 08 wpk5


Während im üblichen Fachunterricht die Vermittlung von Kenntnissen, Fertigkeiten und Strategien eben dieses einen Faches im Vordergrund steht, geht es bei beiden Projekten neben der Erarbeitung fachlicher Inhalte auch darum, auf schülerangemessenem Niveau reale Probleme anzugehen, für deren Lösung das Zusammenwirken mehrerer Disziplinen, aber auch das Zusammenspiel unterschiedlicher Schülerpersönlichkeiten, Teamfähigkeit, das Einbringen unterschiedlicher Qualifikationen und die Bereitschaft, sich über das Übliche hinaus zu engagieren, notwendig werden.


Neben dieser inhaltlichen Komponente soll nicht unerwähnt bleiben, dass Schülerinnen und Schüler hier sehr frühzeitig Institutionen kennenlernen, die für ihre spätere berufliche Ausbildung bedeutsam sein können (und umgekehrt lernen natürlich diese Institutionen mögliche spätere Interessentinnen und Interessenten bereits frühzeitig kennen und können sie geeignet fördern).

 

p 2016 08 wpk6