Die Schattenseiten der Globalisierung verdeutlicht die Ausstellung „Faires Klima?!“ im Schaufenster vom Alvar-Aalto-Kulturhaus im Rahmen der Fairen Woche, die am Freitag offiziell gestartet ist.

Faire Woche: Schüler vom Theodor-Heuss-Gymnasium haben mit dem Weltladen Pueblo und der Stadtbibliothek ein Schaufenster im Aalto-Kulturhaus gestaltet.

17 Schüler vom Theodor-Heuss-Gymnasium (THG) haben sich in Kooperation mit dem Weltladen Pueblo und der Stadtbibliothek mit der Problematik auseinandergesetzt.

Rund 20.000 Kilometer legt eine Fleeceweste auf ihrem Herstellungsweg zurück. Ein Kanister symbolisiert den hohen Verbrauch von Erdöl über die langen Distanzen bei der Herstellung der Weste. Auf einem Schild daneben ist zu erfahren, dass eine Arbeiterin in Bangladesch 1000 Westen in 16 Stunden zusammennäht und dafür gerade einmal 63 Cent als Lohn erhält. „Der Weg der Weste ist sehr weit“, sagt Schülerin Theresa Eichholz, die zusammen mit Laurie Hüller die Gestaltung des Fensters im Aalto-Kulturhaus übernommen hat.

Schülerin: „Produkte besser an einem Ort herstellen“

17 THG-Schüler haben die Ausstellung in ihrem Wahlpflichtkurs mit dem Titel „Globalisierung und fairer Handel“ unter Regie von Lehrer Stefan Gernert erarbeitet. „Besser wäre es Produkte an einem Ort herzustellen“, so Schülerin Antonia Nixdorf.

Unterstützung bei der Konzeption gab es aus dem Weltladen Pueblo. „Wichtig ist es, sich auch Gedanken über jene Menschen zu machen, die die Fleeceweste hergestellt haben“, erklärte Betty Rannenberg mit Blick auf die gerade gestartete Faire Woche, die auch die Auswirkungen auf das Klima von gängigen Herstellungspraktiken ins Bewusstsein rücken möchte. Die Schüler haben die Frage nach Gerechtigkeit ans Ende der Ausstellung gestellt.

Im Eine-Welt-Laden Pueblo an der Porschestraße findet am Samstag, 22. September, von 10 bis 16 Uhr ein Aktionstag zur Fairen Woche statt.

von Jörn Graue

 

Schueler beleuchten den Herstellungsweg einer Jacke big teaser article

 

Bild und Text: WAZ, 14.09.2018